Flensborgs enkebolig

Ein Haus in der Stadt nur für Witwen - Nørregade 31.

Das Gebäude gehörte Ende des 18. Jh. dem Bürgermeister Andreas Flensburg und seiner Frau Ane Stephansdatter. 1786 wurde das Haus umgebaut und eingerichtet für acht arme Witwen. Die Künstler Anders Kruuse und Jens Hjernøe gestaltete die Fassade und das Relief über der Toreinfahrt. Die dort angebrachte Tafel erläutert die Stiftung “Flensborgs Enkeboliger”. Die Rückseite des Haupthauses und ein weiteres Gebäude im Hof sind als sog. Fachwerk errichtet. Zu jeder Wohneinheit gehörte eine Küche. Die Wasserpumpe, das Brennholz und die Toilette befanden sich im Hof. Im Vergleich zu anderen Wohnungen in der Stadt konnte man diese Ausstattung zu dieser Zeit bereits Luxus bezeichnen.  

Wohnungen für arme Witwen wurden auch in “Svaneboligen” in der Gasse Fugholm und im “Horsens Hospital” in der Hospitalsgade etabliert. Arme Männer konnte nur im “Hospital” eine Bleibe finden.

“Flensborgs Enkeboliger” war noch bis ca. 1960 ein Wohnhaus für Witwen. Danach hat das Horsens Museum das historische Gebäude in der Nørregade 31 übernommen.